Rechner und Wock-Herde

Betrachtet es eben als Kundenservice, dass auch schlechter Code funktioniert. Jedes blöde Küchengerät ist irgendwie fehlertolerant,  mein Wokherd ist noch nie abgestürzt nur weil ich die Knöpfe in der falschen Reihenfolge bediene – aber wehe es ist eine Internetseite! Schlechtes Beispiel.  Du vergleichst hier ein Interface mit einer Implementation. HTML ist eine *Struktur*-Beschreibung und keine Layout-Beschreibung!  Nirgendwo in der HTML-Spezifikation steht, daß eine “H2-Überschrift” in 16-Punkt-fett-Helvetica im Browser gerendert werden soll, sondern es zeigt lediglich an, daß der in den H2-Tags stehende Text eine Überschrift der 2. Ebene ist.  Um in deinem Bild zu bleiben: Niemanden stört es, wenn dein Herd Musik abspielt, wenn du die Knöpfe in falscher Reihenfolge bedienst oder alle Platten gleichzeitig anschaltest, aber ich habe gewaltig etwas dagegen, wenn mein Herd sich nicht an Spezifikationen hält und z.B. unnötig viel Leistung verbraucht, so daß mir regelmäßig die Sicherungen rausfliegen, oder er gar nur für Wechselstrom anstatt für 380 Volt Drehstrom ausgelegt ist, oder der Backofen nicht mehr abschaltbar ist, wenn eine (im Stromnetz durchaus vorkommende) Spannungsspitze auftritt, außer ich dreh die Hauptsicherung raus. Deinen integrierten Einbauherd mit ActiveTopf-Oberfläche(tm), der Musik abspielt, wenn die Ente um halb acht fertig ist, kann man vielleicht als Service verstehen, aber nur dann, wenn er sich an 380-Volt-Drehstrom hält…

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